Beten, Begegnung, Rückenschmerzen

Mit den Firmlingen nach Taizè

Die Firmvorbereitung konnte in diesem  Jahr in Form einer einwöchigen Fahrt durchgeführt werden. In der ökumenischen Gemeinschaft des Frere Roger machten unsere Firmlinge neue Kirchenerfahrungen.

Am frühen Morgen des 17. 07. fuhren wir Firmlinge mit den Firmkatecheten (Teamern) an der St. Joseph Kirche los. Gemeinsam mit zwei weiteren Kirchengruppen aus dem Umkreis Hannover begann die dreizehnstündige Busfahrt, wonach wir am frühen Nachmittag in Taizé ankamen.

Wir wurden gemeinsam in Baracken untergebracht, welche als Alternative zum Zeltplatz bereitstehen. Anschließend begann der erste Gottesdienst in Taizé. Die Kirche dort ist völlig anders als der Ablauf, den wir von zuhause kannten. Anstatt auf Bänken zu sitzen oder sich zum Gebet hinzuknien, konnte man sich auf den Boden hocken, der mit einem dünnen Teppich ausgelegt ist. Wenn man Glück hatte, konnte man sich einen Treppenplatz ergattern, um sich etwas anzulehnen, aber am Ende der Woche hatte jeder etwas Rückenschmerzen. Allerdings war der Gottesdienst es wert. Anstelle eines Pastoren oder Pfarrers sitzen die Brüder von Taizé in der Mitte der Menschen. Die Gebete werden in Form von Liedern gesungen, welche durch Liederbücher von jedem mitgesungen werden können. Die Lesung wird immer wieder in unterschiedlichen Sprachen wiederholt, passend zu allen Nationen, welche sich in Taizé zu diesem Zeitpunkt befinden. Aber der schönste Teil ist die halbe Stunde Schweigen, die es jedes mal gegeben hat, um entweder für sich selbst zu beten, aber vor allem, einmal zur Ruhe kommen zu können.

Abgesehen von dem kirchlichen Aspekt, hatten wir die Gelegenheit so viele Jugendliche aus anderen Kulturen zu treffen. Egal ob es beim Frisbee Werfen mit Schweizern, Spielen mit Franzosen oder Latrinen Putzen mit Niederländern war, alle sind einander mit einer derartigen Offenheit und Freundlichkeit entgegen gekommen, dass eine Menge von uns Firmlingen sich vorgenommen haben, noch einmal nach Taizé zu reisen.