Prävention vor sexuellem Missbrauch

Schutzkonzept für Kinder, Jugendliche und Schutzbefohlene verabschiedet

In einer gemeinsamen Sitzung von Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand aus St. Joseph verabschiedeten die Gremienvertreter und -vertreterinnen in der 2. Februarwoche ein Konzept, mit dem zukünftig verhindert werden soll, dass Kinder und Jugendliche aus der Gemeinde bei Gemeindeaktivitäten Opfer sexueller Übergriffe werden.

Vorausgegangen war ein 2 jähriger Prozess (unterbrochen durch die Coronasituation), in dem eine Arbeitsgruppe Risiken und Gefahrensituationen untersuchte. Welche Personen arbeiten mit Kindern und Jugendlichen bzw. kommen mit diesen in Kontakt? Welche Räume sind nicht einsehbar und deshalb für die Jugendarbeit ungeeignet? An wen können Kinder, sich wenden, die sich aus einer schwierigen Situation heraus jemandem anvertrauen oder auch Erwachsene, die eine Beobachtung mitteilen wollen? Daraus entwickelte die Arbeitsgruppe Empfehlungen und Maßnahmen, die für mehr Klarheit sorgen können. Ein besonderer Blick des Schutzkonzeptes richtet sich auf machtbesetzte Situationen und Abhängigkeitsverhältnisse und die Schaffung eines Bewusstseins für die Gefahren, die darin liegen. Durch die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses für alle, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, Schulungen für alle ehrenamtlich Mitarbeitenden zum Thema Prävention, durch systematische Erstgespräche beim Einsatz neuer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und durch die Unterschrift unter einen Verhaltenscodex soll deutlich werden, dass die Verantwortung für Schutzbefohlene ein Anliegen aller Gemeindemitglieder sein muss. Ansprechpartnerin für Kinder, Jugendliche, die eventuell Opfer eines Übergriffs geworden sind oder Erwachsene, die sich über eine Beobachtung austauschen und vergewissern wollen, ist Martina Baumstark, stellvertretende Leiterin des Familienzentrums St. Elisabeth. Das Schutzkonzept wird nun durch die Arbeitsstelle für Prävention im Bistum Hildesheim begutachtet und, soweit die Richtlinien eingehalten wurden, freigegeben (gp)