Vierzehn Menschen - 28 Menschen - 72 Stunden

Jugendraum in St. Joseph erstrahlt in neuem Glanz

„Das Beste ist, dass wir heute übernachten dürfen“ strahlt mich Dennis an „und Grillen mit Stockbrot heute Abend“ ergänzt Max. Stolz führen sie mich zur Wirkungsstätte im Keller des Pfarrheims. Vierzehn Helfer – vom Himmel geschickt (wie es das Motto verkündet) – stellen sich der Aufgabe, den Jugendraum zu verschönern. Als erstes wurde alles ausgeräumt und der alte Plunder zur Müllkippe gebracht. Ofen, Mikrowelle, Porzellan, Dunstabzugshaube fanden am Dibbesstieg ihre letzte Ruhestätte. Heute, es ist Samstag, wurde gestrichen, neue Vorhänge sind auch schon in Arbeit. Hier macht sich die Erfahrung der älteren Generation bezahlt. Die alten Schränke erhalten mit Klebefolie eine neue Hülle, die sie um Jahre verjüngt. Gerade in diesem Augenblick – es sind noch 25 Stunden zu werkeln – stehen Verschönerungsarbeiten an.

Insgesamt 72 Stunden ihrer Lebenszeit spenden die Messdiener und ihre großen Helfer*innen am Stück für die Umsetzung eines sozialen Projektes. Jedes Jahr ruft der Bund der kath. Jugend (BdkJ) alt und Jung zu dieser Aktion auf. Entweder sucht man sich selbst eine Aufgabe oder man bekommt eine zugewiesen.

Inzwischen verewigen die kleinen Helfer sich auf der neuen Wand. Unter das Motto setzen alle einen andersfarbigen Handabdruck. So entsteht ein buntes Bild der Gruppe. „Es macht Spaß, ist aber auch anstrengend.“ Ich verstehe, was die Älteren, Rike und Eric, meinen. Es ist wie das berühmte Flöhe hüten, eine quirlige Meute und daneben der zurzeit dienstuntaugliche Maximilian, der sich wohl an irgendwas überfr… hat. Aber die Stimmung ist gut. Alle sind stolz an etwas großem Mitzuwirken.

Inzwischen ist alles fertig. Die Möbel sind wieder eingeräumt und man kann nur hoffen, dass der Raum mit fröhlichem Trubel belebt wird. (gp)