Stundengebet

Mit uns die Laudes beten?

Betende Menschen vor Kreuz

 Das wöchentliche Angebot der Laudes bieten wir jeweils freitags um 08.30 Uhr in der Krypta der St.-Joseph-Kirche an. 

Diese Gebetszeit ist eine gute Gelegenheit, für eine halbe Stunde seinen Alltag zu unterbrechen und sein Leben auf Gott, unseren Schöpfer und Erlöser, zu richten. 

Ansprechpartner: Thomas Schmalstieg
E-Mail: schmalstieg@stjoseph-salzgitter.de

 

 

Das Stundengebet der Kirche bezieht sich auf die Weisungen des Herrn, allzeit zu wachen und zu beten, um für sein Kommen bereit zu sein (Lk 21,36). Die Ursprünge stammen aus der alten klösterlichen Tradition des Brevier-Gebetes, das die römisch - katholische Kirche allen Priestern und Ordensleuten im 16. Jahrhundert zur Pflicht machte. Der Begriff ist vom lateinischen "Brevis" = "kurz" abgeleitet. Ursprünglich waren damit die Gebetbücher gemeint, die die Ordensleute mitnahmen, wenn sie unterwegs außerhalb des Klosters waren. Auch dann sollten sie ihre vorgeschriebenen Gebete halten. Dieses Buch diente eher als Erinnerungsstütze und beinhaltete oft nur die Anfänge der Psalmen, die die Geistlichen ohnehin auswendig konnten. Dadurch wurden die Bücher leichter und dünner. Auch Gebete der Helligen des Kirchenjahres gehörten dazu.

Dank der Buchdruckkunst wurde aus der Kurzform ein richtiges dickes Buch, das nur noch mit Hilfe des Dünndruckpapiers zu handhaben war. Erst durch das zweite Vatikanische Konzil (1962 - 65) entschloss man sich zu einem radikalen Schritt. Nun war der gemeinschaftliche Auftrag, im Namen Jesu und der Gemeinde zu beten, wichtig. Von jetzt an war die ganze Gemeinde eingeladen, sich an den Gebetszeiten zu beteiligen. Diese Neubesinnung schlug sich im Namen nieder: aus dem Brevier wurde die Tagzeitenliturgie auch genannt "das Stundengebet". Die Gebetszeiten sind vor allem die Laudes (in den Morgenstunden), die Vesper (ab 17 Uhr) und die Komplet (das Nachtgebet der Kirche).